Weißenhorn: Acht Bars und DJ am Gumpigen

So viel ist klar: Der Gumpige Donnerstag in Weißenhorn findet auch in diesem Jahr statt. Wenn auch mit neuem Veranstalter auf dem klassischen Gelände der Altstadt. Auf dem Kirchplatz legt ein DJ auf.

Gerüchte hin, Gerüchte her: Der Gumpige Donnerstag mit Ausschankgenehmigung und Bars findet als Straßenfasching auch dieses Jahr ausschließlich in der Altstadt statt. Acht solcher Bars als Stände hat Marco Cusumano organisiert. Er ist in diesem Jahr bei der Firma Top Secret nicht hauptsächlich für Fragen der Sicherheit zuständig, sondern für die gesamte Veranstaltungsorganisation. Wie berichtet, steht die Firma und nicht mehr die Stadt als Veranstalter für den Gumpigen in der Weißenhorner Altstadt in der Verantwortung. „Für uns ist das Ausrichten einer Open-Air-Veranstaltung in diesem Gesamtumfang und in diese Größenordnung Neuland.“

Das Neu-Ulmer Unternehmen kümmerte und kümmert sich als Veranstalter um Marketing, Ticket-Verkauf, Ständevergabe, Absperrungen, Catering-Service und Bühnenaufbau. Allein im Vorverkauf habe man gut 1000 Karten unters Volk gebracht, sagt Cusumano. Der Vorverkauf läuft über Kühle in Weißenhorn, Toni’s Coffee in Senden und das Café D’Art in Neu-Ulm. Der gute Zuspruch im Vorfeld macht ihn zuversichtlich, dass die Fastnacht auch dieses Jahr zum Publikums-Erfolg wird. „Vier Euro kostet die Karte im Vorverkauf, sieben an der Abendkasse.“ Wobei der Vorverkauf bis Donnerstag 16 Uhr möglich sei, „am Nachmittag auch an den Zugängen zur Altstadt“.

Wie berichtet, hatte das neue Sicherheitskonzept für die Faschingsparty am Gumpigen Donnerstag in Weißenhorn für Gesprächsstoff gesorgt – im Vorfeld auch wegen hohen Alkoholkonsums unter jugendlichen Partygästen, Schlägereien und vieler Polizeieinsätze. Mit der Übernahme der Organisation der Freiluftparty und als Folge der Debatte um die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes hat die Security-Firma die Konsequenz gezogen, dass Jugendliche künftig außerhalb des Altstadtrings bleiben. Top-Secret-Sprecher Marco Cusumano: „Wir wollten kein Risiko eingehen.“

Ansonsten bleibe beim Zugang zum Fest alles beim alten. Die Firma habe bereits seit sieben bis acht Jahren Erfahrung mit dem Gumpigen Donnerstag – seitdem sie für die Zugangskontrollen im engeren Auftragsrahmen einer Security-Firma zuständig sei. Da die Hauptstraße auch in diesem Jahr vom Oberen bis zum Unteren Tor zur Partymeile wird, habe man die bekannten Stellen für Zugangskontrollen beibehalten – Einlass ist von 18 Uhr an. „Dort werden unsere Leute stehen und die Karten kontrollieren“ – sowie auf die Einhaltung des Sicherheitskonzepts achten. „Dafür haben sich auch unser Geschäftsführer Thomas Schnell, der Personalchef Eduard Knaub sowie Hans Schießer eingeschaltet, der für Ausbildung zuständig ist.“

Auf dem Kirchplatz werde ein DJ spielen „und die ganze Altstadt beschallen“, sagt Cusumano. An den Bars habe man zwei bekannte Cocktail-Barmixer, die Bit Lounge aus Ulm sei vertreten sowie das Café D’Art aus Neu-Ulm „Aber auch Birkles Tröpfle aus Weißenhorn werde an einem Stand Selbstgebranntes ausschenken. „Zudem ist die Stadtkapelle da, Bei Andy im Bären hat geöffnet, Walsers Stüble im Engel, später auch der Rahn.“ Außerdem spielen die Los Locos aus der Stadt. Dass Gaststätten und Cafés außerhalb des Rings mit dem Gumpigen werben, stört Cusumano nicht. „Im Gegenteil, auch das gehört zu der Traditionsveranstaltung.“ Oft sei es so, dass die Leute hin- und herpendeln – das mache auch den Reiz aus. Nur mit einem Unterschied: Auf dem Feld des Straßenfaschings in der Altstadt gilt von Anfang an: Zutritt erst ab 18.


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