Verregnete Faschingsparty


WEISSENHORN
Verregnete Faschingsparty
Die Weißenhorner Altstadt hat sich am Gumpigen Donnerstag wieder in eine Partymeile für Fastnachter verwandelt. Viele feierten ausgelassen. Kritik gab es an den strengen Sicherheitsbestimmungen.

Der Regen am Gumpigen Donnerstag hat den meisten Fastnachts-Freunden in der Weißenhorner Altstadt die Lust am Feiern nicht verdorben. Die Stimmung auf dem Kirchplatz war ausgelassen. Die verkleideten Narren kamen von nah und fern. Sie tanzten, sangen und amüsierten sich. Die Meinungen und Eindrücke über die Veranstaltungen gingen aber weit auseinander. Viele waren begeistert von der guten Stimmung, andere jedoch fanden die Open-Air-Party lediglich "in Ordnung" und nicht besonders spektakulär.

Das Partyareal zwischen Oberem und Unterem Tor war abgesperrt; Einlass erhielten nur volljährige Narren. Das Hauptgeschehen spielte sich auf dem Kirchplatz vor der Bühne und an den Bars etwa vor dem alten Rathaus ab. Was auffiel: Der Besucherandrang war in diesem Jahr nicht so groß. "Es ist einfach nichts los", sagte eine Faschingsbesucherin. Früher sei die abgegrenzte Zone immer "brechend voll gewesen". Mittlerweile sei das Fest am Gumpigen überschaubar geworden. Zudem sei die Musik zu eintönig und der Eintritt mit sieben Euro inzwischen zu teuer.

Vielleicht lag es am Regen, hieß es aus den Reihen des Veranstalters. Auch dieses Jahr hatte die Security-Firma Top Secret aus Neu-Ulm die Organisation des Gumpigen Donnerstags in Weißenhorn übernommen. Firmenchef und Hauptorganisator Marco Cusumano konnte Donnerstagnacht noch keine Angaben zur Besucherzahl machen. Er vermutete, dass es nicht so viele Feiernde waren wie im vergangenen Jahr. 2013 kamen rund 3000 Fasnets-Liebhaber nach Weißenhorn. Für heuer hatte der Veranstalter mit rund 3700 Besucher gerechnet. Diese Rechnung ging aber offenbar nicht auf.

Insgesamt waren 64 Mitarbeiter von Top Secret für die Sicherheit im abgesperrten Teil der Altstadt zuständig. Dort blieb es friedlich. Cusumano sagte, dass ihm die Organisation in Weißenhorn viel Spaß bereite. Er betonte jedoch, nicht "ganz erfreut" darüber zu sein, dass man die Jugendlichen aus der Partyzone raushalten müsse. "Man muss sich aber an die Auflage der Stadt halten, und man kann nur das Beste daraus machen", sagte er. Der Veranstalter habe keine andere Wahl, da eine "kleine Randgruppe" Jugendlicher sich stets daneben benehme und es zu Alkoholproblemen komme.

Viele der unter 18-Jährigen feierten zum Beispiel im Eulen-Café in der Memminger Straße. Etliche junge Besucher waren sauer, nicht in der Altstadt dabei sein zu dürfen. Darunter waren auch drei 17-Jährige aus Pfaffenhofen und Beuren, die zum Partymachen nach Weißenhorn gekommen waren. Die volljährigen Freunde der Jugendlichen verzichteten darauf, sich Tickets für die abgesperrte Partyzone zu lösen, weil die Gruppe aus Pfaffenhofen gemeinsam feiern wollte.

Zwei andere Jugendliche fanden die Partystimmung beim Eulen -Café sehr gut. Eine junge Weißenhornerin sah keinen Anlass, sich über die Sicherheitsbestimmungen aufzuregen, "solange es für uns unter 18-Jährigen überhaupt eine Faschingslocation gibt".


Quelle
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