Fuggerstadt wird zum Hexenkessel Maschkerer starten am Freitag in Weißenhorn mit dem Narrenbaum offiziell in die fünfte Jahreszeit.

Weißenhorn Das Faschingsfieber in der Fuggerstadt steigt: Am Freitag starten die Maschkerer offiziell in die heiße Phase der fünften Jahreszeit – dann wird auf dem Kirchplatz der Narrenbaum geschmückt. „Wir freuen uns schon alle total“, beschreibt Michael Riedel, der Vorsitzender der Interessengemeinschaft Weißenhorner Fasnacht (IWF) die Stimmung im Verein. Zwar seien unter anderem der Fanfarenzug und die Narranzunft „D’r Eschagore“ schon auf vielen Veranstaltungen in der Region unterwegs gewesen. „Aber in Weißenhorn geht es jetzt ja erst mit dem Narrenbaumstellen richtig los“, sagt Riedel, der einen großen Ansturm erwartet. Los geht es um 19 Uhr, danach wird in der Stadthalle gefeiert.
Vorbereitungen laufen
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Während die Vorfreude steigt, laufen die Vorbereitungen für den Gumpigen Donnerstag schon auf Hochtouren. Veranstalter ist wie im vergangenen Jahr die Firma „Top Secret“ aus Neu-Ulm. Inhaber Marco Cusumano hat sich einige Veränderungen einfallen lassen, größte Neuerung ist das Kombi-Ticket.
Mit dem Zug zum Straßenfasching
Demnach umfasst der Eintrittspreis nicht nur den Zutritt zur abgesperrten Altstadt, sondern ermöglicht dem Käufer Fahrten im gesamten Gebiet des Donau-Iller-Nahverkehrsverbund GmbH (Ding). „Das ist natürlich von Vorteil“, sagt der Veranstalter. So könnten die Gäste beispielsweise von Lehr nach Ulm fahren und von da aus weiter nach Weißenhorn. „Die Ulmer haben ja keinen Straßenfasching mehr“, sagt Cusumano. Mit dem Bahnticket sollen diese in die Fuggerstadt kommen – und zurück. Wenn der bunte Trubel in der Altstadt gegen 2 Uhr endet, fährt ein Zug zurück. In Ulm geht die Party weiter: Das Einlassbändchen garantiert laut Cusumano freien Eintritt in der Ulmer Diskothek „Theatro“, die um 2.30 Uhr öffnet. Dort kann zu Faschingsmusik bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden.
Straßenfasching mit DJs
Beim Straßenfasching sorgen zwei DJs auf einer großen Bühne auf dem Kirchplatz für Stimmung. Die Feierzone fällt in diesem Jahr etwas kleiner aus – statt wie bisher die gesamte Altstadt, sind heuer nur noch der Kirchplatz und die Hauptstraße gesperrt.
Mit dem Kartenvorverkauf ist Cusumano bisher zufrieden. „Wir rechnen mit ungefähr so vielen Leuten wie im Vorjahr, vielleicht ein bisschen mehr.“ 2013 feierten beim Straßenfasching nach Angaben der Polizei rund 3000 Maschkerer, ein jahr vorher waren es noch 5000. Zusätzlichen Besucher sollen vor allem aus der Ulmer Gegend kommen, in der vermehrt für den Gumpigen geworben wird, sagt Cusumano.
Drei Einlassstellen
Es gibt drei Einlassstellen: Eine am am Wettbach, eine am Oberen und eine am Unteren Tor. Letztere ist für Fasnachtfans reserviert, die ihre Tickets bereits haben. Dort wird es keine Abendkasse geben. „Der Eingang ist vor allem für die gedacht, die vom Bahnhof kommen“, erklärt Cusumano.
Minderjährige müssen an anderer Stelle feiern
Minderjährige müssen auch in diesem Jahr woanders feiern: In die Altstadt dürfen weiterhin nur volljährige Maschkerer. „Das ist eine Veranstaltung für Erwachsene“, betont der Veranstalter. Im vergangenen Jahr hatte diese Neuregelungbereits im Vorfeld für reichlich Kritik gesorgt. Vor allem Jugendliche unter 18 Jahren waren unzufrieden, nachdem sie ausgesperrt wurden. Diese Beschwerden sind in diesem jahr kein Thema mehr, ist sich Cusumano sicher. „Die, die da waren, waren zufrieden.“ Er glaubt, dass Jugendliche über kurz oder lang auch zu der Einsicht kommen. „Die warten ein oder zwei Jahre und freuen sich dann um so mehr, wenn da dann keine jungen Gäste drin sind.“
 


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